
Dr. Henriette Wolf-Klein
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On 28 April 2023, the online conference on the upcoming EU legislation took place. The focus was on the Pharmaceutical Legislation with the Draft-Regulation 2023/0131 and the Draft-Directive 2023/0132 as well as the upcoming EU-HTA procedure.
Regulation 2023/0131 will in future also include the orphan drug and the paediatric legislation. An important change will be the transformation of the COMP and the PDCO into EMA Working Parties. Many novelties are to be expected, especially in the orphan legislation, starting with different periods of market exclusivity (depending, among other things, on the availability of medicinal products throughout Europe) up to the orphan designation, which will expire in future with the granted marketing authorisation. Possible property rights in the area of repurposed medicinal products will come in addition.
In general, the pharmaceutical legislation aims to simplify and accelerate marketing authorisations in Europe. For this reason the assessment periods will be shortened, both at the EMA and at the EU Commission prior to the granting of the marketing authorisation. The renewal and sunset clause are to be abolished, and pre-authorisation consultation is to be linked more closely with HTA aspects. Environmental Risk Assessment will also gain in importance in the area of medicinal products for human use, as a lack of an ERA may also result in a refusal of marketing authorisation in the future.
The timetable for the implementation of this legislation as a whole is currently still open. The situation is different in the EU-HTA area. The Co-ordination Group as an important body has taken up its work, the corresponding subgroups have been founded and the first Implementing Acts are expected in September 2023.
Author
Dr Henriette Wolf-Klein
Head of Pharma & Healthcare Division
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Autorin
Dr. Henriette Wolf-Klein
Bereichsleiterin Pharma & Healthcare
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Am 7. und 8. November 2022 fand die diesjährige Pharma Trends-Konferenz in Berlin und online statt. Eines der vorherrschenden Themen war das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, das gerade den Bundesrat passiert hat.
Thomas Müller, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Gesundheit, erläuterte die arzneimittelrelevanten Themen des Gesetzes. Ziel der AMNOG-Änderungen im Gesetz ist eine bessere Differenzierung in den Nutzenkategorien, die zu einer besseren Differenzierung in den Preisen führen soll. Ein Ziel, das auch Dr. Antje Haas, GKV-Spitzenverband, vertrat. Ein kontrovers diskutiertes Thema waren Arzneimittel ohne Zusatznutzen. Diese werden künftig einen Erstattungsbetrag von mindestens 10% unterhalb der patentgeschützten zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVT) haben. Diese Arzneimittel seien dann ob ihrer Wirtschaftlichkeit besonders attraktiv in der Anwendung, so die Annahme.
Im Verlauf des ersten Tages wurden noch weitere GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (FinStG)-Themen, aber auch sonstige GKV-Reform-Ansätze besprochen. Dr. Helmut Weinhart, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands, plädiert für ein Modell der Sektorenverbindenden Versorgung. Die Vergütung hier muss ein lernendes System sein, so seine Meinung. Tom Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der AOK Nordwest wurde hier ganz deutlich: 'Das FinStG bietet keine nachhaltige Finanzierung - weitere Maßnahmen zur Sicherung der Leistungsfähigkeit der GKV sind erforderlich'.
Das Thema des Kombinationsabschlags im GKV-FinStG wurde an beiden Tagen heftig diskutiert. Das startete bereits im ersten Beitrag von Dr. Ulrich Granzer, Granzer Regulatory Consulting & Services mit der Frage, was als Kombination gilt. Dr. Antje Behring, Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), machte hier deutlich, dass nur die Fachinformation als Basis gelten kann, Leitlinien wird der G-BA hier nicht heranziehen. Sowohl Dr. Antje Haas als auch Prof. Josef Hecken standen der Neuregelung insgesamt skeptisch gegenüber.
Dr. Alexander Natz, EUCOPE, thematisierte an Tag 2 die in Kürze erwarteten Neuregelungen auf EU-Ebene. Er erwartet z.B. durch die Pharmaceutical Legislation (Draft für Q1 23 avisiert) deutliche Einschnitte bei den Schutzrechten. Bei Orphan Drugs sind auch drastische Kürzungen in der Marktexklusivität möglich. Hier wird es künftig stark darauf ankommen, auf EU-Ebene bereits einen „high unmet medical need“ zu demonstrieren.
Prof. Josef Hecken, G-BA, ging am 2. Tag auf den Stand der EU-Health Technology Assessment (HTA)-Vorbereitungen ein. In Q4 2022 hat die Arbeit der Untergruppe der Koordinierungsgruppe zu 'Ausarbeitung des gemeinsamen prozeduralen und methodischen Rahmens' gestartet. Das Methodenpapier wird sehr erwartet, scheint aber noch nicht in greifbarer Nähe zu sein. Wenn 2025 EU-HTA mit den ersten Produkten im Bereich der Advanced Therapy Medicinal Products (ATMPs) und der Onkologie startet, wird es für die Industrie herausfordernd werden, einen der wenigen Beratungsslots zu erhalten. Prof. Josef Hecken schätzte die Kapazität auf 5-6 Beratungen pro Jahr ein.
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Dr. Henriette Wolf-Klein
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Am 4. Juli 2022 wurde der Referentenentwurf zum Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung publiziert. Am 13. Juni 2022 fand die erste Anhörung dazu statt. Im Bereich Arzneimittel gibt es einige Neuerungen im Entwurfstatus. Im AMNOG-Verfahren soll es Anpassungen im höchstmöglichen Erstattungsbetrag geben, wenn kein Zusatznutzen festgestellt wurde oder dieser als nicht belegt oder nicht quantifizierbar gilt. Der Erstattungsbetrag gilt dann rückwirkend ab dem siebten Monat nach Inverkehrbringen (statt wie jetzt nach einem Jahr).
Neu soll ein Kombinationsabschlag eingeführt werden für AMNOG-bewertete Arzneimittel. Darüber hinaus soll es eine Solidaritätsabgabe der pharmazeutischen Unternehmer im Jahr 2023 und 2024 in Höhe von je 1 Milliarde Euro geben (Bereich patentgeschützte Wirkstoffe und Orphan Drugs). Die Umsatzschwelle für Orphan Drugs soll von 50 auf 20 Millionen bei der Nutzenbewertung abgesenkt werden.
Am 11. Mai 2022 fand die Online Pharma FORUM-Sendung zum Thema „Centralized Procedure“ statt.
Dr. Ulrich Granzer, Granzer Regulatory Consulting & Services, berichtete von seinen langjährigen Verfahrenserfahrungen: Von der ersten Beratung, über die Bestimmung von Rapporteur und Co-Rapporteur bis zu häufigen Knackpunkten im Ablauf. Dabei wurden auch besondere Approval-Möglichkeiten wie „conditional approval“ und „approval under exceptional circumstances“ sowie das „PRIME-Schema“ adressiert, auch in Abgrenzung zu ähnlichen Approval-Optionen in den USA.
Im zweiten Teil der Sendung ging Herr Dr. Granzer auf die regulatorischen Learnings aus der Covid-19-Vakzinentwicklung ein. Er hob hervor, dass diese Extremsituation zu stark verkürzten Entwicklungs- und Approvalzeiten führte, d.h. zu Timelines, die in der regulären Arzneimittelentwicklung eigentlich undenkbar waren. Dennoch gibt es Learnings daraus, die erlauben, auch im Bereich der klassischen Arzneimittelentwicklung, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen.
Abschließend ging Herr Dr. Granzer auf die Acccess Group ein, die ein Behördenkonsortium aus Australien, Kanada, Singapur, Schweiz und UK darstellt und künftig im Bereich Regulatory Affairs enger zusammenarbeiten möchte.
In vielen Krisengebieten mangelt es an Arzneimitteln und Medizinprodukten. Doch wie können diese Produkte rechtssicher als Hilfsgüter in Länder wie die Ukraine exportiert werden? Dazu hat Herr Professor Burkhard Sträter von den Sträter Rechtanwälten ein informatives Guidance-Papier erstellt.
Es adressiert regulatorische sowie Themen der Distribution und der pharmazeutischen Qualität. Auch Betäubungsmittel werden kurz thematisiert.
Damit kennnen Sie anschließend die wesentlichen Paragraphen und rechtlichen Knackpunkte, die es zu umschiffen gilt.
Whitepaper 'Arzneimittel- und Medizinprodukte-Lieferung in Krisengebiete'
Am 16. Februar 2022 fand die neueste Ausgabe des Online Pharma FORUMs zum Thema „eSubmission/IDMP“ statt. Experte war Dr. Peter Bachmann. Ein eingangs adressiertes Thema war eCTD4.0, das schon länger in der Planung ist, und nun vermutlich als Software-Update und nicht als komplett neues Businesskonzept eingeführt werden wird.
Im Fokus der Sendung stand das Unicom Workpackage 3 und 4 „Implementation of IDMP compatible eAFs“ mit dem zugehörigen DADI-Projekt. Durch das DADI-Projekt kommt es zu einer Ablösung der pdf-forms Technologie durch online-„web forms“. Ab Ende Q3 2022 wird nach der jetzigen Planung die Variation-Einreichung via „web form“ möglich sein, 6 Monate später wird es verpflichtend werden.
Zum Ende der Sendung informierte Herr Dr. Bachmann über den aktuellen Stand des ePI (electronic product information) Projekts. Hier ist der Pilotstart für 2023 vorgesehen.
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Dr. Henriette Wolf-Klein
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Am 30. und 31. März 2022 fand die Arzneimittelpreis-Veranstaltung des FORUM Instituts statt. Im Fokus standen Aktuelles zum AMNOG-Prozess inklusive des kommenden EU-HTA-Prozesses sowie die Themen Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Arzneimitteln.
Zu Beginn der Tagung adressierte Dr. Alexander Natz (EUCOPE) die Punkte, die durch ein GKV-Finanzstabilisierungsgesetz kommen könnten. Im Lauf der Tagung wurde deutlich, dass hier noch viel Gesprächsbedarf ist. Herr Prof. Ullmann, MdB (FDP) nannte es am ersten Veranstaltungsabend ein „Non-Paper“, das in dieser Form nicht in ein Gesetz münden wird.
Dr. Antje Behring informierte über den aktuellen Stand beim AMNOG-Verfahren. Aus ihrer Perspektive werden ca. 60% der Beratungsgespräche zu spät gesucht, nämlich dann, wenn der Zulassungsantrag bereits gestellt ist.
Das Thema EU-HTA wurde sowohl von Frau Dr. Behring als auch von Marcus Guardian (EUnetHTA) adressiert. Der G-BA wird hier künftig das Beratungssekretariat stellen. Für die nächsten 2 Jahre werden acht Beratungen anberaumt. Der erste Industrie-Call dazu fand bereits statt, der zweite läuft von 6.6.22 – 31.8.22. Die Beratungen starten dann im November 2022. Die Co-ordination Group formiert sich gerade und wird ihre Arbeit mit einem ersten Meeting am 21. Juni 2022 aufnehmen. Die Zusammensetzung der Co-ordination Group wird in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.
Dr. Alexander Natz gab nachfolgend einen Überblick über die weiteren EU-Projekte, insbesondere unter dem Dach der Pharma 2025-Strategie. Hier blieb die Frage offen, wie sich die Orphan Drug-Privilegien künftig verändern und ob sie vielleicht nur noch für den regulatorischen Bereich (kein AMNOG-Orphan-Privileg?) gelten sollten.
Prof. Josef Hecken (G-BA) war sehr zuversichtlich, dass die Rückwirkung des AMNOG-Erstattungsbetrags auf Monat 7 nach Marktzulassung kommen wird. Er sah Handlungsbedarf beim Thema Mengenausweitung durch Indikationserweiterung, bei der Vergütung von Kombinationspräparaten (2 oder mehr AMNOG-bewertete Produkte) und bei unwirtschaftlichen Verpackungsgrößen. Diese Punkte sah Dr. Antje Haas in gleichem Maß. Sie sprach sich für ein deutlich zügigeres Verfahren bei der anwendungsbegleitenden Datenerhebung aus und einem Start der AbD direkt nach Inverkehrbringen. Das Thema Budget-Impact müsste ihrer Meinung nach ein wichtiges Erstattungskriterium werden. In vielen anderen Ländern sei das jetzt schon der Fall.
Bork Bretthauer (Pro Generika) und Dr. Claus Michelsen (vfa) gaben nachfolgend Anstöße, wie die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln besser gewährleistet werden könnte. Ein Aufbrechen der Marktverengung stand hier mehr im Fokus als eine Arzneimittel- und Wirkstoffproduktion in der EU.
Paula Piechotta, MdB (Bündnis 90/die Grünen) sprach sich am Abend auch eher für den Abbau von Monolithen in der Arzneimittelherstellung aus als für eine generelle Rückholung der Arzneimittelproduktion in die EU.
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Dr. Henriette Wolf-Klein
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Streiflichter Ausgabe 12/2021
Autor: Rechtsanwalt Prof. Burkhard Sträter (zuerst publiziert als Streiflicht in Ausgabe 12/2021 der PharmInd).
Der Artikel erschien erstmals in Pharm. Ind., Ausgabe Nr. 7, Seite 976-983, Jahrgang 2021, Autor: Dr. Klaus Finneiser, Owner, 3P Quality Consulting, Oberwil (Schweiz)
„[…]. Risikomanagement ist daher auch iterativ und kann nur als Managementprozess sein volles Potenzial entfalten. Ausheutiger Sicht sollte man die Erwartungen an künstliche Intelligenz zur Risikominimierung vor allem realistisch einschätzen. Man sollte also nicht zu viel erwarten, sie jedoch mutig dort einsetzen, wo sie wertvolle Ressourcen für Anspruchsvolles und Innovation freisetzen kann. Denn nur so kann der natürlichen Intelligenz Raum verschafft werden, damit Organisationen agiler und damit auch innovativer werden können – im Sinne von: „Intelligence is what you do, if there is no clue!“.
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First COVID-19 MAA under Evaluation at EMA (Remdesivir)
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Author
Dr. Hiltrud Horn
HORN Pharmaceutical Consulting
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