Das war die Patenthalse 2026
Wieder mit drei Teams erfolgreich teilgenommen
Im November 2025 hatten wir - der Bundesverband Deutscher Patentanwälte und das FORUM Institut für Management GmbH – beschlossen, uns auch in 2026 wieder mit drei Teams zu bewerben. Vielen Dank an die Deutsche Marine, die dies möglich gemacht hat.
Wieder gab es deutlich mehr Interessenten als Plätze in den Booten. Damit auch „Neue“ eine Chance haben mitzumachen, wurde festgelegt, dass mindestens 1/3 der Plätze an Kolleginnen und Kollegen gehen, die das erste Mal dabei sein wollen.
Am Start waren dann wieder die Teams:
Patenthalse 1 mit Skipper Detlef von Ahsen
Patenthalse 2 mit Skipper Arnd Wolf
Patenthalse 3 mit Skipper Lars Birken
und jeweils 11 Crewmitgliedern.
Am Ende erreichten wir in einem Gesamtfeld von ca. 30 Booten nach sieben Wettfahrten die Plätze 18, 19 und 21. Damit waren wir hochzufrieden, denn auch in 2026 hatten wir wieder unser Ziel „Wir sind froh, wenn nur einer von uns Letzter wird“ erreicht.
Und so lief die Patenthalse 2026 im Detail:

Donnerstag
Donnerstag
Da es sich bei der großen Teilnehmerzahl bewährt hatte, ein „Vorauskommando“ wie im letzten Jahr zu entsenden, war das Orga-Team schon am Mittwochabend losgefahren, hatte in der Nähe von Kiel übernachtet und war so schon am Vormittag auf dem Marinestützpunkt. Im Orga-Büro der Marine wurden die Formalitäten erledigt und dann ging es zum Zeltplatz. Kurz darauf trafen auch die ersten „Freiwilligen“ ein, die sich für den Aufbau gemeldet hatten.
Gemeinsam wurden das Teamzelt und das Versorgungszelt aufgebaut. Am späten Nachmittag kamen dann die Teammitglieder nacheinander an. Während die Frage „wo kann ich mein Zelt aufbauen“ schnell geklärt war, gab es bei den Wohnmobilen aufgrund der Platzverhältnisse mehrfaches Rangieren, um alle unterzubringen.
Dazwischen wurden die Vorlieben an Essen und Getränken abgefragt und das Versorgungsteam machte sich mit der Bordkasse, die sich (durch einen Beitrag von € 20,- pro Person) gut gefüllt hatte, auf den Weg zum nahegelegenen Supermarkt.
Für den Hunger am ersten Abend hatten wir wieder Pizza vorbestellt. Auch in diesem Jahr schaffte der Pizzabote es, über 30 Kartons „just in Time“ zu liefern. Jetzt hieß es, sich erst mal einzurichten und kennenzulernen.



Freitag
Freitag
Nachdem im letzten Jahr unsere Kaffeemaschine am letzten Tag - nachdem sie faktisch 72 Stunden durchgelaufen war - endgültig ihren Geist aufgegeben hatte, hatten wir aufgerüstet: Drei Kaffeemaschinen wurden gestartet, und ein Teammitglied nach dem anderen kam aus seinem Zelt oder seinem Wohnmobil zum Teamzelt. Den Wecker ersetzten die Möwen, die schon kurz nach Sonnenaufgang mit ihrem Geschrei sicherstellten, dass auch die notorischen Langschläfer aufwachten.
Nach dem Frühstück wurde gemeinsam der Ablauf und der Zeitplan durchgesprochen und Fragen geklärt. Schließlich riefen die Skipper ihr Team zusammen und besprachen, wer bei welcher der sieben Wettfahrten welche Aufgaben übernimmt.
Dann konnten die Crewmitglieder zwischen zwei Schnellkursen wählen, die von den Skippern durchgeführt wurden: „Ablauf Regatta und Aufgaben an Bord“ oder „Warum schwimmt ein Boot und warum braucht es Wind?“.
Am frühen Nachmittag ging es dann zur Trainingsfahrt. Alle Crews machten sich auf den Weg zu den Liegeplätzen der Boote und übernahmen den ihnen von der Marine zugeteilten Kutter. Dank ein paar kleiner Tipps der Marinesoldatinnen und -soldaten und den Erinnerungen aus den Vorjahren waren die Kutter schnell segelbereit und legten ab. Bis in das große Hafenbecken wurde gerudert, dann wurden die Segel gesetzt und bei schönstem Segelwetter ging es auf die Kieler Förde – ein herrlicher, stressfreier Nachmittag. Jede Crew nutzte die Zeit und fuhr im Hinblick auf die anstehenden Wettfahrten ein paar Manöver. Ein Team hatte eine selbst gebastelte Boje dabei, womit sich für die anderen die Frage stellte, ob es einen besonderen Grund gibt, warum dieses Team das „Mann-über-Bord“-Manöver unter Segeln übte.
Die hervorragenden Bedingungen, das tolle Wetter und der Teamgeist ließen uns die Zeit ganz vergessen. Mit Verspätung liefen wir wieder in den Marinestützpunkt ein, begleitet von dem Song „Zu spät“, den die Marine beim Einlaufen exklusiv für uns abspielte.
Zum Abendessen ging es dann in die nahegelegene „Forstbaumschule“. Das hervorragende Wetter ermöglichte es uns, draußen zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen.












Samstag
Samstag
Während die Crews am Morgen „frei“ hatten, mussten die Skipper zum offiziellen Briefing durch den Wettfahrtleiter der Deutschen Marine. Oberstabsbootsmann Wolfgang Knaus erläuterte die Details der Wettfahrten und den geplanten Ablauf. Mit diesen Informationen versorgt, gaben die Skipper ihren Teams unter dem Teamzelt ein Update. Dann ging es für die erste Wettfahrt zum Hafen.
Ein so nicht geplanter Schwimmwestentest unterbrach bei einem unserer Teams die Vorbereitung: Mit der (versehentlichen) Auslösung der Automatikweste war zwar nun klar, dass sie funktioniert. Der Nachteil war aber, dass nun keine Ersatzpatrone verfügbar war. Glücklicherweise konnte kurzfristig eine Ersatzweste organisiert und dann abgelegt werden.
Pünktlich um 14 Uhr startete die erste Wettfahrt. Insgesamt hatten wir einen guten Start und waren mit den Ergebnissen zufrieden. Direkt im Anschluss folgte die zweite Wettfahrt, bei der die Patenthalse-Teams sich wieder gut schlugen (keiner wurde Letzter).
Wieder zurück am Steg und nachdem das Boot abgeriggt war, lud die Marine zum „Anlegerbier“ ein. Für den Abend hatten wir uns die 'Seebar' an der Kiellinie ausgesucht. Das hervorragende Wetter motivierte ein paar Kolleginnen und Kollegen sogar noch zu einem abendlichen Bad in der Ostsee.
Die Nacht war dann etwas unruhig. Manche mit sehr festem Schlaf fragten am nächsten Morgen erstaunt: „War was?“. Andere standen in der Nacht vor ihren Zelten, denn ein binnen weniger Minuten aufgekommener Sturm fegte über den Zeltplatz. Es machte sich bezahlt, dass wir ein stabiles Teamzelt hatten und dieses zudem besonders fest im Boden verankert war.
Bei anderen Teams auf dem Zeltplatz machte sich das eine oder andere einfache Partyzelt selbstständig und fand sich dann einige Meter weiter verbogen wieder.
So schnell, wie der Sturm aufkam, war er nach ein paar kräftigen Böen auch wieder verschwunden, und alle fanden wieder ihren Schlaf.












Sonntag
Sonntag
Eigentlich steht sonntags immer die Langfahrt an. Je nach Wind- und Wetterbedingungen wird entweder Richtung offene Ostsee oder in die Kieler Förde bis vor den Landtag gesegelt. Aufgrund der Windverhältnisse wurde die Langfahrt kurzfristig von der Regattaleitung abgesagt – jedoch nicht wegen zu viel Wind, sondern wegen Flaute. Die Regattaleitung befürchtete, dass mitten auf der Langfahrt der Wind komplett einschlafen und der gesamte Zeitplan durcheinanderkommen könnte. Als Alternative wurden zwei kurze Dreieckskurse unmittelbar vor dem Marinestützpunkt angesetzt. Während die erste Runde noch bei sehr schwachem Wind stattfand, frischte dieser danach deutlich auf und bot sehr gute Segelbedingungen – also genau entgegengesetzt zur ursprünglichen Vorhersage.
So konnten am Nachmittag alle drei Wettfahrten wie geplant stattfinden. Auch bei den Rennen am Sonntag erreichten wir wieder unser Ziel: „Keiner wurde Letzter“.
Eines unserer Teams hatte einen Notfall und musste ein „HOB-Manöver fahren“. Im Gegensatz zum „MOB-Manöver“ (Mensch über Bord), macht das HOB-Manöver (Handy über Bord) nur Sinn, wenn sich das Gerät in einer schwimmfähigen Hülle befindet. So konnte durch ein sofortiges Notmanöver des Skippers das Gerät wieder an Bord geholt werden. (Wie viele Plätze das Team durch die Aktion eingebüßt hat, lässt sich nicht genau feststellen.)
Am Abend teilten sich die Crews auf. Einige bestellten Pizza oder Pasta und blieben im Teamzelt. Andere gingen für einen Sprung in die Ostsee in ein nahes Strandbad und ein paar Nachtschwärmer stürzten sich ins Getümmel der Kieler Woche.
Sowohl am Samstag als auch am Sonntag fand das „Open Ship“ statt. Dies bedeutet, dass bestimmte Teile des Marinestützpunkts nach einer Taschenkontrolle und Sicherheits-Scans für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dabei können viele Schiffe der Deutschen Marine besichtigt werden. Aber auch andere maritime Behörden und Einrichtungen wie Zoll, Küstenwache und Seenotretter präsentieren sich und ihre Schiffe, ergänzt durch Vorführungen beispielsweise der Marinetaucher oder Marineflieger. Einige von uns nahmen die Gelegenheit wahr und nutzten das vielfältige Angebot. Mit unseren Ausweisen als Marineregattasegler kamen wir durch die Checkpoints auch problemlos wieder zurück zu unserem Zeltplatz.








Montag
Montag
Erfreulich: Nachdem in den letzten beiden Jahren wetterbedingt die Wettfahrten am Montag abgesagt werden mussten, spielte das Wetter dieses Jahr mit. Bei bestem Segelwetter ging es am Vormittag zu den letzten Rennen. Abermals erreichten wir unsere Zielvorgabe: „Keiner wurde Letzter“.
Gemeinsam bauten wir nun das Teamzelt ab und verstauten alles – von der Kaffeemaschine bis zum Campingtisch. Während einige noch bleiben und erst am Dienstag abreisen wollten, bauten andere auch ihre individuellen Zelte schon ab. Die Zeit bis zur Siegerehrung verbrachten die Crews unterschiedlich. Manche saßen einfach noch zusammen und ließen die Erfahrungen der letzten Tage Revue passieren, andere machten einen Rundgang auf dem Marinestützpunkt und wieder andere machten sich auf den Weg in die Kieler Innenstadt.
Pünktlich um 16:00 Uhr waren wir zur Siegerehrung wieder anwesend. Von hinten beginnend wurden die Teams aufgerufen und bekamen ihre Urkunden. Dann folgten kurz hintereinander die drei Teams von „Patenthalse“ auf den Endplätzen 21, 19 und 18. Platz 18 bekam den Sonderpreis, der seit 2025 vergeben wird und den wir bereits im Vorjahr gewonnen hatten. So gehören die ersten beiden Plaketten auf diesem Preis der „Patenthalse“.
Wir nutzten die Gelegenheit und bedankten uns noch einmal bei der Deutschen Marine und insbesondere bei allen Soldatinnen und Soldaten, die stets herzlich und hochmotiviert geholfen hatten und immer ein Lächeln im Gesicht hatten.
Nachdem wir letztes Jahr für das Team der Deutschen Marine „2 Tage Sonderurlaub“ gefordert hatten und der anwesende Flottillenadmiral Christian Walter Meyer dies mit der Bemerkung „Darüber verhandeln wir noch.“ kommentiert hatte, mussten wir ihn (denn er war auch dieses Jahr wieder anwesend) noch einmal an die „Verhandlungen“ erinnern. Wir drohten scherzhaft damit, dass wir im Jahr 2027 wieder nachfragen werden, was daraus geworden ist.
Da wir am Donnerstag erfahren hatten, dass Oberstabsbootsmann Torsten Klein, der seit 18 Jahren für die Regattaorganisation zuständig ist, ab 2027 nicht mehr dabei sein wird, da er in den Ruhestand geht, hatten wir als Geschenk ein Buch vorbereitet. Dieses machte während der Tage der Regatta die Runde, sodass alle teilnehmenden Teams ihren Dank eintragen konnten. Wir baten dann alle Skipper auf die Bühne und übergaben Torsten Klein das Buch – er hatte von der Aktion natürlich nichts geahnt.
Nach ein paar gemeinsamen Abschluss- und Gruppenfotos sowie einer ausgiebigen Verabschiedung machten wir uns dann wieder auf den Heimweg!










Das war die Patenthalse 2026!
Ein besonderer Dank gilt zum Abschluss noch einmal den Soldatinnen und Soldaten der Marine. Stellvertretend für das gesamte Team der Marine – von den Organisatoren über die Jury-Mitglieder und die Helfer im Bootshafen bis hin zu den Betreuern des Zeltplatzes – möchten wir uns ganz herzlich bei Oberstabsbootsmann Wolfgang Knaus und Oberstabsbootsmann Torsten Klein bedanken.
Es war wieder ein außergewöhnliches Erlebnis, das Sie möglich gemacht haben – und das mit einer Herzlichkeit, Freude und unglaublichen Hilfsbereitschaft!